Seifenblasen.

Es gäbe so viel zu berichten. Wie der Babykerl ganz verliebt in Seifenblasen ist und wie ich deswegen nun den Beruf der Seifenblasenbeauftragten ausübe. Oder wie der Babykerl kürzlich seinen ersten Geburtstag feierte und ich ganz emotional wurde. Nun, es ist viel los. Und deswegen sitzen wir gerade im Auto auf dem Weg ins Blaubeerland. Dem Sohn mal einen Elch zeigen. Was auch sonst. Sommer ahoi.

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Seifenblasen.

Poem.

Diese Frau hat mich mit ihren Worten beeindruckt. Auch wenn es in Deutschland völlig okay ist, sein Baby in der Öffentlichkeit zu stillen, gibt mir das Video zu denken. Und dann kam mir in den Sinn, dass es auch die andere Seite gibt: Frauen, die nicht gern in der Öffentlichkeit stillen, weil es ein sehr persönlicher Moment ist. Frauen, die dabei ganz bei sich und dem Baby sein wollen. Hachjanun.

Poem.

Rad.

Liebe Mitmenschen,
Und vor allem: Liebe andere Mütter,

vielen Dank für all Ihre Ratschläge. Mir wäre es lieber, Sie würden stattdessen öfter mal ein Rad schlagen. Gern auch zwei. Oder so viele, dass Ihnen genauso schwindelig wird, wie mir von ihren Ratschlägen. Aber was noch schlimmer ist und was mich wirklich, wirklich empört, ist Ihr wirrer, alles zerstörende Blick in die Zukunft.

Sage ich, der Babykerl schläft durch, dann sagen Sie, dass da noch andere Zeiten kommen.
Sage ich, der Babykerl isst total wunderbar, sagen Sie, dass ich mich auf Essenschlachten einstellen soll.
Sage ich, der Babykerl lacht den ganzen Tag, sagen Sie, dass er bestimmt bald fremdelt.
Sage ich, der Babykerl robbt, sagen Sie, dass ich bald nur noch hinter ihm herrennen muss.
Sage ich, der Babykerl hat einen tollen neuen Sonnenhut, sagen Sie, dass der bestimmt nicht mehr lange passt.

Warum tun Sie das? Warum wollen Sie schöne Momente kaputt machen? Warum sagen Sie nicht einfach mal, dass der Sonnenhut hübsch ist? Sie dürfen den Sonnenhut natürlich auch hässlich finden. Aber ich weiß verdammt noch mal selbst, dass das Ding nicht ewig hält, denn der Babykerl wächst. Auch am Kopf. Aber es ist mir egal, ob der Sonnenhut vier oder acht Wochen passt. Es ist der Moment der zählt und genau jetzt sieht der Babykerl damit irre süß aus. Und wenn mein Kind robbt, dann möchte ich, dass Sie zwar nicht unbedingt vor Verzückung in die Hände klatschen, denn das ist vielleicht zu viel verlangt und irgendwie mir als Mama vorbehalten, aber es gibt keinen Grund, mir zu erklären, wie ätzend es sei, dem dann später mal laufenden Kind hinter her zu rennen. Es.Geht.Um.Das.JETZT!

Ich flippe demnächst sicherlich aus. Wenn ich noch einmal solche Dialoge („Er krabbelt bestimmt bald! Yeah.“ – „Oje…dann kommst du ja gar nicht mehr zur Ruhe.“) führen muss, dann schaue ich mal in die Zukunft. Und dort sehe ich mich ein Rad schlagen. Das in ihrem Gesicht endet.

Herzlichst,
Frl. Puppiges

Rad.