Theaterpreis.

Ich war lange nicht mehr im Theater. Jetzt fehlt es mir. Also die Spielpläne der verschiedenen Theater durchwühlt und mit meheren Stücken geliebäugelt. Vorfreude, Aufregung, Terminabsprachen. Die Wahl fiel auf ein Stück in einem bekannten und großem Berliner Theater. Sitzplan angeschaut und zwei Plätze ausgewählt. Vorfreude und Aufregung waren dahin, als der Preis erschient: 26 Euro pro Theaterkarte. Bämm. Nun stellt sich die Frage: Bin ich bereit, 26 Euro für ein Theaterstück zu bezahlen? Betrachten wir das Problem von der theoretischen Seite: Ja. 26 Euro sind gerechtfertig für ein Stück, in dem sechs Wochen Probe stecken. Theater bedeutet, dass Menschen auf einer Bühne spielen und sich im besten Fall verausgaben. Es ist lebendige Kunst, die zum Greifen nah ist. Kein Film, der immer und immer wieder abgespielt wird, sondern Schauspielerei, die live geschieht. Theater ist teuer. Ich sehe es ein und ich bin dafür, dass es mehr kostet, als z. B. eine Kinokarte oder der Eintritt ins Museum. Ich bezahle gern für ein schönes Haus, das Ambiente, die Schauspieler, den Regisseur, den Dramaturgen, die Soufleuse, den Bühnenbildner, die Techniker, das Programmheft und alles drum und dran.  Nun die praktische Seite: 26 Euro. Alter, das ist echt teuer für ca. 100 Minuten Unterhaltung. Davon kann ich eine Jahreskarte für den Disc Golf Park kaufen und noch eine Scheibe extra. Mit 26 Euro befülle ich den Kühlschrank für fünf Tage mit puppigem Nahrungsbedarf.
Und jetzt bin ich ganz hin- und hergerissen, weil das Theater doch untersützt werden muss. Weil es am Ende stirbt, wenn niemand bereit ist, 26 Euro zu bezahlen. Weil es aber auch 18 Euro tun würden, wenn ich dafür gar nicht über den Preis nachdenke und ihn gern bezahle. Auch öfter. Was im Umkehrschluss mehr Geld in die Theaterkassen spült. Liebes Theater, was machen wir denn nun?

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Theaterpreis.

Endlich.

Endlich mal wieder Theater. Nach langer Pause. Die gar keine Gründe hatte. Vielleicht mangelte es an Zeit. Vielleicht auch an einem freien Kopf. „Es hat sich nicht ergeben.“, wie man so schön sagt. Allerdings ergibt sich nur selten etwas, wenn man nicht einfach mal eine Karte bestellt. Oder drei für Reihe 12. Und dann so ganz ohne Theatervorhang in der Schaubühne zu Molières „Der Menschenfeind“. Eine gelungene Inszenierung. Klar durchdacht. Schlüssige Dramaturgie. Sinnvoller Einsatz von Kamera und Bildschirm. Verschieben von Ebenen. Verlassen der Bühne und weiterspielen in der Berliner Nacht auf der Straße. Wir waren sehr angetan. Und sind es noch immer. Anschauen!

Endlich.

Goldenen 20er.

Das eindeutige Indiz für eine 20er Jahre Party sind die kleinen bunten Federn die überall herumliegen. Federboas scheinen sich im Laufe des Abends zu verselbständigen und so schweben die 20er Jahre durch den Saal.
Bohème Sauvage bringt die 20er, 30er und 40er zurück nach Berlin. Burlesque, Cabaret, Dandy, Diva, Gigolo, Moulin Rouge – strenger Dresscode. Also Kleidchen an, Kettchen um, Nägel rot, Stirnband mit Feder aufm Kopf und los. Abtauchen in eine vergangene Zeit. Poker, Black Jack, Roulette, Absinth, Burlesque, Swingband. Was für ein Abend.

Goldenen 20er.

Bekanntmachung.

Achtung! Lauscher aufgesperrt. Es gibt ein neues puppiges Projekt. Und das kam so:
Die Puppe geht gern ins Theater. Leider weiß ich nicht, ob hier theaterbegeisterte Leser dabei sind. Sind welche dabei? Bitte mal kurz die Hand heben. Na jedenfalls habe ich mir überlegt, dass ich Sie nicht mit Blogbeiträgen über verschiedene Theaterstücke nerven muss. Stattdessen gibt es nun…*Trommelwirbel*…..*tammtamm*…*Tusch*…das THEATERFROLLEIN. Ein neues, kleines, feines Blog. Noch ganz jung, frisch und unverbraucht. Dort wird es ab sofort immer was zu lesen geben, wenn ich eine  Theaterkarte ergattert, Platz genommen und auf die Bühne gestarrt habe. Ick freu mich auf ihren Besuch. Der Vorhang ist ab sofort geöffnet.
Spielplan: www.theaterfrollein.wordpress.com

Bekanntmachung.