2012.

RotEin unglaubliches Jahr. Ein Jahr der „ersten Male“. Hochzeit. Schwangerschaft. Baby. Und dann auch noch der erste eigene Weihnachtsbaum. Da kann mal schon mal sprachlos sein. Der geneigte Leser wird es bemerkt haben…diese Sprachlosigkeit. Nichts zu lesen. Kaum ein Foto. Ruhe. Dabei gibt es gerade mit dem wunderbaren Babykerl so viel zu erzählen. Frl. Puppe als Mama. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie herrlich das zusammen passt und wie zufrieden ich derzeit bin. Wie dankbar, dass das kleine Babykerlfrühchen so gesund und munter ist. Das alles gut gegangen ist. Hier und da ist im Internet auch was über den Babykerl zu lesen. Kurze Einblicke. Nicht viel. Aber genug um zu erahnen, dass es uns gut geht, wie ich schon oft gehört habt. Ja, es geht uns ausgesprochen gut. Nur das Bloggen…das passt nicht so richtig. Ich möchte nicht über den Babykerl bloggen. Ich schreibe alles auf: sein erstes Lächeln, sein größter Pups…na Sie wissen schon. Sowas eben. Aber das schreibe ich für ihn auf. Für später. Zum Lesen. Nicht für das Internet. Bewusst nicht für das Internet. Diese Entscheidung habe ich für meinen Sohn getroffen!

2012 war gut zu mir. Gut zu uns. Frl. Puppe ist jetzt Familie.

Und 2013? Irgendwie geht es ja immer weiter. Auch im Internet. Gerade dort.

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2012.

September.

September. Der Monat der Heimkehr. Schluss mit Krankenhaus. Schluss mit Neonatologie, Inkubator, Wärmebettchen und dem ganzen Zeug. Schluss mit dem ständigen Desinfizieren der Hände. Jetzt geht’s los mit unkontrollierten Babykuschelattacken, mit Stubenwagenrennen, mit all dem Quatsch, der bisher nicht funktionierte. Wir sind zu Hause. Der Babykerl ist angekommen.
Willkommen.

September.

Allerhübschesten.

Das Baby beschwert sich, wenn ich sitze, laufe oder liege. Bleiben noch Kopf- und Handstand sowie Rolle vor- und rückwärts. Damit besteht allerdings die Gefahr, dass ich die Babyhöhle durcheinander bringe, in der offensichtlich mehrmals täglich neu dekoriert wird. Es ist ein bisschen wie im Puppenhaus, denn auch hier werden Möbel von A nach B geschoben, damit es das neue Familienmitglied so hübsch wie möglich hat. Ach was…am allerhübschesten. Entschuldigen Sie mich kurz, das Baby und ich müssen noch mal umräumen.

Allerhübschesten.

Joghurt.

Das ist heute ein bisschen aus dem Ruder geraten. Ja, ich wollte mal wieder Frozen Joghurt. Aber eigentlich nur eine kleine Portion mit Erdbeersoße. Soweit hat die Bestellung auch gut geklappt. „Einmal eine kleine Portion. Mit Erdbeersoße drauf.“ Joghurtmadame bereitet alles zu. „Ach…das sind ja bunte Streusel!“, höre ich mich sagen. „Die bitte auch noch.“ Äh okay…was ist denn jetzt los? Joghurtmadame schielt auf meinen Bauch und verteilt bunte Streusel auf den Becher. Und zwar nicht zu knapp. Ach…das ist doch eigentlich ganz hübsch. Und schon tönt es aus mir heraus: „Mh…Minimarshmallows…die bitte auch noch.“ Na ganz dufte. Joghurtmadame lächelt verständnisvoll. Ich verlasse den Laden, setze mich auf eine Bank, schaue das Wunderwerk an und frage das Baby im Bauch, was es sich dabei gedacht hat, so eine wilde Bestellung aufzugeben. Anschließend inhaliere ich Joghurt-Erdbeersoße-Streusel-Marshmallow-Dings. Bald danach ist mir schlecht. Erstmal hinlegen. Damit das alles auch gut wirken kann. Baby, wir sprechen uns noch!

Joghurt.