Zwei Monate.

Wie super das mit dem Bloggen mal wieder klappt, erkennt man daran, dass seit dem letzten Blogeintrag zwei Monate vergangen sind. Und das ich in der Zeit nicht nur nicht zum Schreiben gekommen bin, sondern auch gleich mein Blogpasswort vergessen habe. Jetzt ist es mir wieder eingefallen. Gut, ich habe ein neues erstellen müssen, denn natürlich ist es mir auf gar keinen Fall wieder eingefallen. Aber jedenfalls komme ich wieder aufs Blog und irgendwie freue ich mich darüber sogar. Vielleicht gibt es ja was erzählen. So in zwei Monaten.

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Zwei Monate.

Theaterpreis.

Ich war lange nicht mehr im Theater. Jetzt fehlt es mir. Also die Spielpläne der verschiedenen Theater durchwühlt und mit meheren Stücken geliebäugelt. Vorfreude, Aufregung, Terminabsprachen. Die Wahl fiel auf ein Stück in einem bekannten und großem Berliner Theater. Sitzplan angeschaut und zwei Plätze ausgewählt. Vorfreude und Aufregung waren dahin, als der Preis erschient: 26 Euro pro Theaterkarte. Bämm. Nun stellt sich die Frage: Bin ich bereit, 26 Euro für ein Theaterstück zu bezahlen? Betrachten wir das Problem von der theoretischen Seite: Ja. 26 Euro sind gerechtfertig für ein Stück, in dem sechs Wochen Probe stecken. Theater bedeutet, dass Menschen auf einer Bühne spielen und sich im besten Fall verausgaben. Es ist lebendige Kunst, die zum Greifen nah ist. Kein Film, der immer und immer wieder abgespielt wird, sondern Schauspielerei, die live geschieht. Theater ist teuer. Ich sehe es ein und ich bin dafür, dass es mehr kostet, als z. B. eine Kinokarte oder der Eintritt ins Museum. Ich bezahle gern für ein schönes Haus, das Ambiente, die Schauspieler, den Regisseur, den Dramaturgen, die Soufleuse, den Bühnenbildner, die Techniker, das Programmheft und alles drum und dran.  Nun die praktische Seite: 26 Euro. Alter, das ist echt teuer für ca. 100 Minuten Unterhaltung. Davon kann ich eine Jahreskarte für den Disc Golf Park kaufen und noch eine Scheibe extra. Mit 26 Euro befülle ich den Kühlschrank für fünf Tage mit puppigem Nahrungsbedarf.
Und jetzt bin ich ganz hin- und hergerissen, weil das Theater doch untersützt werden muss. Weil es am Ende stirbt, wenn niemand bereit ist, 26 Euro zu bezahlen. Weil es aber auch 18 Euro tun würden, wenn ich dafür gar nicht über den Preis nachdenke und ihn gern bezahle. Auch öfter. Was im Umkehrschluss mehr Geld in die Theaterkassen spült. Liebes Theater, was machen wir denn nun?

Theaterpreis.