Joghurt.

Das ist heute ein bisschen aus dem Ruder geraten. Ja, ich wollte mal wieder Frozen Joghurt. Aber eigentlich nur eine kleine Portion mit Erdbeersoße. Soweit hat die Bestellung auch gut geklappt. „Einmal eine kleine Portion. Mit Erdbeersoße drauf.“ Joghurtmadame bereitet alles zu. „Ach…das sind ja bunte Streusel!“, höre ich mich sagen. „Die bitte auch noch.“ Äh okay…was ist denn jetzt los? Joghurtmadame schielt auf meinen Bauch und verteilt bunte Streusel auf den Becher. Und zwar nicht zu knapp. Ach…das ist doch eigentlich ganz hübsch. Und schon tönt es aus mir heraus: „Mh…Minimarshmallows…die bitte auch noch.“ Na ganz dufte. Joghurtmadame lächelt verständnisvoll. Ich verlasse den Laden, setze mich auf eine Bank, schaue das Wunderwerk an und frage das Baby im Bauch, was es sich dabei gedacht hat, so eine wilde Bestellung aufzugeben. Anschließend inhaliere ich Joghurt-Erdbeersoße-Streusel-Marshmallow-Dings. Bald danach ist mir schlecht. Erstmal hinlegen. Damit das alles auch gut wirken kann. Baby, wir sprechen uns noch!

Joghurt.

RAB/BAR.

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Die Puppe und Herr Gin. Es ist Liebe. Allerdings ein bisschen wie eine Fernbeziehung. Wir sehen uns nicht besonders oft, aber wenn wir uns treffen, lassen wir es krachen. Dann stürzt sich Herr Gin mit Frau Tonic in ein Glas und die Zitrone wird von Eiswürfeln rumgeschoben. Anschließend stürze ich das Gemisch in mich hinein. All das auch noch auf der Feierlichkeit des Lieblingsjobs mit Kollegen und anderen Menschen. Und als ich mir das wilde Treiben da so anschaue, bin ich ziemlich froh, diesen Job zu haben. Der natürlich auch kein Ponyhof ist, aber ziemlich nah an einen Ponyhof rankommt. Mehr kann ich nicht erzählen, denn so eine Feierei lebt ja von der Verschwiegenheit des Gins.

RAB/BAR.

Tamtam.

Und dann ist Wochenende und du denkst dir so: „Geil.“ Du hast keine Pläne außer vielleicht ein paar Frisbees zu werfen und das auch noch mit Freunden. Du wirst nicht in Berlin ausgehen, weil du dieser Tage sowieso schon viel zu oft in anderen Großstädten warst. Du wirst stattdessen in einem Potsdamer Biergarten sitzen und auf einen See kieken. Ohne viel Tamtam. Denn Tamtam gibt es genug unter der Woche. Du weißt, dass das für viele Ohren langweilig klingt. Aber andere Ohren sind dir völlig egal, weil du deinen eigenen Sinn fürs Schöne hast. Während du all diese unspektakulären Dinge tust, wird dein Herz ein bisschen schneller schlagen und der Smaragd glitzert in der Sonne vor sich hin.

Tamtam.

Kameras.

Frl. Puppe ist ja nicht unbedingt als hochbegabte Bastelfee bekannt. Dann schenkten mir die Mädels aber zum Geburtstag ganz zauberhafte Pappkameras zum Basteln. Mh…da konnte ich gestern natürlich nicht anders und habe mir bei feinstem Regenwetter Schere und Leim geschnappt. Dazu Jute-Laune-Musik und los ging’s. Ausschneiden lief ganz gut. Leim auf die Falzkanten (heißt das so?) aufzutragen, war dann schon eine größere Herausforderung. Am Ende war ich froh, mir nicht alle Finger aneinander geklebt zu haben. Und innerlich schien nach zwei Stunden Leimschnüffelei sogar ein bisschen die Sonne. Jetzt hängen jedenfalls drei Kameras an meiner Wand und ich glaube, die Sache mit dem Basteln kann mich doch irgendwie begeistern.

Kameras.