Jauchzend.

Warum nicht im Schnee mal ein Disc Golf Turnier spielen? Die Sorge war allerdings groß, dass man als Schneemann endet und sich eine Mohrrüber ins Gesicht stecken muss. War aber nicht so. Nur ein bisschen kalt am Anfang. Vier Hosen übereinander sorgten schnell für die puppige Wohlfühltemperatur und so ein Turnier hat ja auch viel mit Bewegung zu tun. Außerdem im Angebot: Ein kleiner Taschenofen, der die Wurfhand wärmte.

Disc Golf im Winter am See: Durch den Schnee stapfen und dem Geräusch lauschen, dass das weiße Zeug unter den Schuhen macht. In die Wintersonne blinzeln während das Rauschen des Sees im linken Ohr kitzelt. Gut und gern auch mal eine Scheibe im Wasser versenken und zu wissen, dass ein anderer Disc Golfer sie bestimmt retten wird. War auch so. Auf diese Bande ist eben Verlass. Die Mitreisende und einzige weitere Frau beim Turnier auf verschiedenen Bahnen jauchzen hören und sich freuen, dass es bei ihr offensichtlich ganz wunderbar läuft. Innerlich klatschen, weil es mit den dicken Handschuhen einfach komisch aussieht. Bei ihrem Knallerwurf auch mal laut johlen. Weil es verdient war. Und das Puppenergebnis? Nicht überragend, aber zufriedenstellend. Ich geb‘ ja ehrlich zu, dass mein Anspruch da nicht besonders hoch ist. Vielleicht sollte ich das mal überdenken und endlich auch wirklich trainieren und all sowas.

Noch was: Wenn das Schilf bei jeder Welle des Sees klirrt, weil kleine Eisbrocken festhängen, handelt es sich übrigens um ein Schilfcollier. Das wurde beschlossen und ist ab sofort ein Fakt und demnächst sicher ein nicht zu unterschätzender modischer Hype.
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Und das Beste am Wochenende? Die Mitreisenden. Flippste völlig aus.


Jauchzend.

Scheibengolf.

Der hochverehrte Herr Skizzenblog erklärt Disc Golf auf seine ganz eigene Weise. Und tatsächlich stellen sich bestimmt viele genau so diesen Sport vor. Wir kloppen natürlich nicht mit Schlägern auf unseren Frisbees rum, sondern werfen sie ganz normal. Nur eben mit dem Ziel, am Schluss in einen speziellen Korb zu treffen. Die Regeln sind aber vom Golfen abgeleitet. Deswegen der Name. Ein großes Durcheinander und ich weiß nicht genau, wie oft ich Disc Golf schon erklärt habe, seitdem ich es spiele.

Scheibengolf.

Neujob.

Einmal kurz nicht aufgepasst und schon ist der Resturlaub vorbei. So schnell kannste gar nicht kieken. Käffchen hier, Feierlichkeit da, Kisten packen, bisschen Farbe an Wände schmieren und wusch: Plötzlich sitzt man morgens wieder in der U-Bahn, steigt um, läuft noch ein paar Meter und steht dann vor dem großen Backsteingebäude. Hier ist es also. Dann mal rein da und eingetaucht in die neue Herausforderung. Übrigens: Meine neue Rechnermaus ist pink. Huch. Was sagt man denn dazu? Und ja, auf dem Foto ist eine kleine Frisbee zubsehen. Ich weiß nicht, was daran verwunderlich sein soll.

Neujob.

Sturm.

Man muss schon einen ziemlich großen Knall haben, um bei Windstärke 5 und Starkregen vier Stunden Disc Golf an der Ostsee zu spielen, sich anschließend in der Mittagspause trockenzulegen und dann wieder drei Stunden auf den Parcours zu gehen. Dafür am zweiten Tag mit Sonnenschein und einer leichten Brise belohnt wurden. Das die Ergebnisse von sehr schlecht auf ganz schön gut stiegen, ist eine logische Konsequenz. Es war wunderbar. Ein bisschen wie Urlaub und Freunde treffen. Drei Tage völlig ungehemmt über verschiedene Bahnen diskutieren, über Flugeigenschaften der Scheiben philosophieren und im Finale als Zuschauerin mitfiebern. Ganz ehrlich: Wir Disc Golfer fahren schon einen sehr eigenen Film.

Sturm.

Ostseetee.

Ostseeeeee. Auf dem Schreibtisch liegt schon ein kleines Vorfreudesandhäufchen. Das schmale Reisegepäck wird umfassen: 20 Frisbees, Kamera, Gummistiefel, Mütze, Schal, Regenjacke/-hose, jute Laune und der Wille, ein paar Scheiben über den Deich zu kloppen. Es fühlt sich ein bisschen wie Ferienlager oder Klassenfahrt an, wenn mehr als 80 Disc Golfer in ein kleines Dorf im Norden reisen, um ein Turnier zu spielen. In den Pausen finden Sie das Frollein Puppe auf einem der blauen Stühle mit einem Tee in der Hand und den Blick auf die Ostsee gerichtet. Flippste aus.

Ostseetee.