Inkognito.

Sehr geehrter Herr Dings,

vielen Dank für Ihren Anruf. Es war nett, mit Ihnen zu plauschen, obwohl ich nicht zu Wort gekommen bin. Das macht aber nichts, denn ich kann ganz gut zu hören. Manchmal ist es ja so, dass man Dinge loswerden will und dann ist ein offenes Ohr doch eine feine Sache. Stimmt’s? Sie müssen es ja wissen, haben Sie mich doch ein klein bisschen beleidigt und dann noch beschimpft. Leider wollten Sie mir nicht sagen, wer Sie sind oder für welches Medium Sie arbeiten. Ich geb‘ Ihnen jetzt einen sehr wichtigen Tipp: Wenn Sie inkognito unhöfliche Telefonate führen möchten, schicken Sie nicht Ihre Nummer mit. Ich mach‘ nämlich was mit Internet. Verstehen Sie, was ich damit meine? Ich wusste zwei Minuten nach dem Telefonat, wie Sie heißen, aus welcher Stadt Sie kommen und wie Ihre E-Mail-Adresse lautet. Gruselig, wa? Find ich auch. Deswegen habe ich auch nichts davon aus dem verrückten Internet abgeschrieben, in das Sie es wahrscheinlich hineingetippt haben. Beim nächsten Mal sind Sie hoffentlich etwas vorsichtiger. Es ist nun mal nicht mehr alles wie früher, als man noch unerkannt fremde Menschen telefonisch zur Sau machen konnte.

Herzlichst,

Frl. Puppe.

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Inkognito.

Raffbar.

Diskussionen zwischen einer Frau und einem Mann sind grundsätzlich verwirrend. Die Frau erklärt etwas. Der Mann schüttelt den Kopf und erklärt es anders. Die Frau schüttelt daraufhin ihr Haupt und erklärt es dem Mann noch mal. Nur anders. Damit er es versteht. Der Mann versteht aber nicht und erklärt es wieder anders. Das geht mehrmals hin und her bis die Erklärungsansätze von Frau und Mann auf das Gleiche hinauslaufen. Dann sind bestenfalls beide zufrieden und freuen sich ob ihres Sieges. Daraufhin folgt Schweigen. Jetzt wäre eigentlich alles gut, würde die Frau (in diesem Fall namens Puppe) nicht plötzlich sagen:

Nicht ich habe es jetzt endlich gerafft, sondern ich habe es nur raffbar für dich erklärt.

Raffbar.

Zivil.

S- und U-Bahn-Gespräche sind mir die liebsten. Ein stetiger Quell der Freude. Erst kürzlich wieder:

Typ 1: Ey Alta…hab ich gestern voll Zivilcourage gezeigt.

Typ 2: Krass. Was hast du gemacht?

Typ 1: Hab‘ ich junger Frau geholfen. Stand‘ hilflos da mit ’nem kaputten Fahrrad. Bin ich hin und hab voll krass Fahrradkette repariert.

Typ 2: Nee…echt?

Typ 1: Wenn ich’s doch sage. Hier (zeigt theatralisch seine Hände)…hab‘ ich immer noch Kettenschmiere an den Händen. Geht nicht ab. Voll der Scheiß. Aber Zivilcourage ist cool…

Typ 2: …und mutig.

Zivil.

Turnbeutel #2

Gestern wieder Turnbeutelaktion. Es ist ja schon eine Weile her seit dem letzten sportlichen Zwischenfall. Ausrede für die erste ausgefallene Sportstunde: Ich musste länger arbeiten. Ausrede für die zweite ausgefallene Sportstunde: Mein Hund – den ich nicht besitze – hat mein Sportoutfit angezogen und ist damit flanieren gegangen. Na jedenfalls nun wieder Hüpferei, Dehnerei, Muskelstrapaziererei, Knochenbiegerei und Schwitzerei. Ging alles ganz gut soweit. Nur über den Dialog mit Herrn Papa muss ich noch nachdenken.

Ich so: Gehe heute wieder zu Bauch, Beine, Po.

Herr Papa so: Aber das Gehirn ist auch wichtig.

Turnbeutel #2

Druckvorgang.

Ein Wahnsinnsgespräch. Betonung liegt auf Wahnsinn.

Ich so: Kannst du das mal bitte drucken:

XY: Ich soll das drucken?

Ich so: Ja. Kannst du bitte Dokument ABC drucken.

XY: Ich soll das jetzt drucken?

Ich so: (bereits etwas irritiert) Ja. Jetzt.

XY: Ich druck jetzt also das Dokument.

Ich so: Das wäre doch fein.

XY: So. Es geht los.

Ich so: Dufte.

XY: Welches Dokument?

Ich so: (genervt) Na ABC.

XY: Ich soll also ABC jetzt drucken?

Ich so: (sehr irritiert) Machst du Scherze?

XY: Nein. Ich druck das jetzt also.

Ich so: Sehr gut.

XY: Achtung es druckt.

Ich so: Ja…das höre ich.

XY: Es kommt aus dem Drucker raus.

Ich so: Ja…das sehe ich.

XY: Soll ich noch was anderes drucken?

Ich so: Nein danke. Ich hab in drei Stunden Feierabend. Da schaffen wir es leider nicht mehr, eine weitere Seite auszudrucken.

Manchmal…also manchmal möchte ich gern platzen. So richtig mit knall und peng.

Druckvorgang.

*Fremdwort*

Technicker: Also das ganz einfach. Wir machen das so, dass wir *Fremdwort* und dann *Fremdwort* mit *Fremdwort* verbinden, um *Fremdwort* zu erhalten. So kann jeder *Fremdwort* dieses *Fremdwort* sehen. Wenn das nicht klappt, könnten wir auch noch *Fremdwort* testen. Oder wir besorgen *Fremdwort* inkl. eines *Fremdwort*, damit würde *Fremdwort* das andere *Fremdwort* steuern. Wie finden Sie das?

Puppe: Ich bin Geiteswissenschaftlerin.

Techniker: Oh.

Puppe: Ja.

Techniker: Und nun?

Puppe: Machen Sie einfach all das, was nötig ist, damit es funkioniert. Und hauen Sie mich mit den Kosten nicht übers Ohr. Rechnen kann ich nämlich.

 

*Fremdwort*