Unipapier.

5 Jahre Hörsaal, Seminarraum, Professoren, Dozenten und Kommilitonen. Mensaessen, Bibliothekstrasch und Feierlichkeiten. Prüfungen, Hausarbeiten und Referate. Dazu gefühlte 50 kg Bücher und gezählte 7 Ordner voll mit Notizen und Mitschriften. Das Unileben ist nun schon eine kleine Weile her. Seitdem habe ich nicht wieder in die Unterlagen geschaut. Aber trotzdem aufgehoben und fein ins Regal gestellt. Und dann kam diese Aufräumaktion und zack war eine große Mülltüte voll mit Unipapier. Blätter über Blätter, die man nach durchzechten oder auch durchgearbeiteten Nächten mit halboffenen Augen mühevoll mit Fachwissen beschrieben hat, das den weiteren Lebensweg ebnen sollte. Ein bisschen nagt jetzt das schlechte Gewissen an der Puppe. Was machen Sie denn so mit Ihren altern Uni-, Schul- oder Ausbildungsunterlagen? Man kann das doch nicht alles sein restliches Leben lang mit sich rumschleppen…

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Unipapier.

13 Gedanken zu “Unipapier.

  1. die wichtigsten und lieblingsfächer habe ich auf zwei ordner zusammen gestaucht. die wandern immer mit. auch ein paar bücher. mistfächer flogen in den müll. man schaut sowieso niiie wieder rein.

  2. Genau, die Reader der Seminare, die ich sehr mochte, hab ich verwahrt. Meine Mitschriften habe ich (fast) alle weggeschmissen und die Bücher habe ich auch verwahrt…
    Ansonsten ist so ein Umzug auch wirklich praktisch, da sortiert man automatisch aus! :-)

  3. zimtapfel schreibt:

    Tja…ich bin irgendwann vor dem letzten Umzug mehrmals mit schweren Tüten voller Papier zum Container gewandert. Allein schon der gefühlte Zentner Recherchematerial von der Diplomarbeit…alles weg. Braucht ja doch kein Mensch mehr. (Die Arbeit selbst hab ich natürlich aufgehoben. 90 Seiten prägnat zusammengefasst aus gefühlten fünfzigtausend Seiten Material.)
    Aber nach dem Studium erst noch ein paar Jahre aufheben und reifen lassen ist schon ganz gut, dann kann man sich schon recht sicher sein, das das Zeug wirklich nicht mehr zu brauchen. Das wichtigste aus dem Studium mitgenomme ist doch, zu wissen, wie man an die Informationen kommt. Nicht die Informationen selbst.

  4. Uhu schreibt:

    Ist schon ne Zeitlang her. Die meisten Skripten und Aufzeichnungen wurde relativ schnell entsorgt. Es waren nur wenige Skripte, die ich mit ins Berufsleben mitnahm. Diese waren aber doch hin und wieder sehr nützlich. Die Bücher stehen alle hier im Büro im Regal und so ein paar mal im Jahr zieh ich sie raus um wieder mal was nachzuschlagen. Dabei werden sie praktischer weise auch entstaubt.
    Außerdem hab ich vor Wegschmeißen Riesenangst. Immer wenn ich es tu, brauch ich das Ding genau zwei Wochen später :)

  5. Alles noch da. Einerseits ist es bei mir noch nicht fünf, sondern anderthalb Jahre her, andererseits sass ich erst gestern gerade vorm Regal und überlegt, wo ich jetzt Platz schaffen kann für die Unterlagen von diesem zweiten Studium. Und bin zu dem Entschluss gekommen: Es geht nicht. Das ist schwer zu erklären, das ist so eine Herzenssache. Alleine schon die ganzen Informationen über all die schönen, tollen exotischen Sprachen, die man eben nicht mal eben so einfach in Büchern lesen oder bei Tante Gugel erfragen kann! Da hängt doch noch sehr mein Herz dran und ehrlich gesagt, ich weiss gerade wirklich nicht, ob ich z.B. die jemals werde weggeben können. Aber wir können ja in ca. vier bis fünf Jahren nochmal darüber reden. ;)

  6. podruga: Okay…zwei Ordner sind also okay. Habe es bisher nur von sieben auf fünf Ordner geschafft. :(

    Frau Nilsson: Gut…Sie trennen sich also auch vom Unikram. Gut zu wissen. Das beruhigt.

    zimtapfel: Der letzte Satz ist wichtig, denn wenn ich nach Informationen zu einem Thema suche, dass irgendwann in der Uni mal behandelt wurde, werde ich wohl kaum die einzelnen Ordner durchsuchen. =)

    iForia: Waaaaaas? Ich schmeiße doch keine Bücher weg. Hömma! Nur Mitschriften. Pffff….

    Uhu: Bücher würde ich auch nie entsorgen. Die schaden nicht und fressen kein Brot. Aber der restliche Kram ist anscheinend verzichtbar.

    Ansku: Okay, wenn es sich um Imformationen handelt, die nur schwer zu beschaffen sind, sollte man sie doch einfach behalten. Ich habe z.Bsp. aus der Prüfungszeit ein Interview mit Patrick Süskind aus einer Zeitung in der Schweiz. Es war sauschwer es über meine Bibliothek zu bestellen, so dass ich dann direkt über den Zeitungsverlag gegangen bin und ich würde es nie und nimmer entsorgen.

  7. Das war ja auch eher so global gemeint mit die Bücher.

    Daß die Puppe keine Bücher wegschmeißt ist doch klar!

    P.S.: Ein Tag, an dem man einen Satz mit „Daß“ beginnen kann, ist ein guter Tag.

  8. Diese den Lebensweg begleitenden und handschriftlicherzeugten Papiere lagen fürchterlich lange im Keller, bis der Karton feucht wurde. Schweren Herzens wanderten sie ins Altpapier und mir ging es nicht gut dabei.

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