Pony.

Pony aufm Kopf. Als Frisur. Das bedeutet regelmäßiges Schneiden, weil man sonst nichts mehr sieht. Das kommt meist ganz plötzlich: Bämm. Vorhang zu. Pony zu lang und Augen verdeckt. Dann muss alles ganz schnell gehen: Auf zum Lieblingsfrisör, denn nur er – und sonst wirklich niemand – kann diesen Pony schneiden. Nun war es aber so, dass ich in den letzten sieben (sieben!) Wochen keine Zeit hatte, zum Frisör zu gehen. Erst wegen Urlauberei und dann wegen Massenarbeiterei. Also morgens immer mal Schnippschnapp eine Ponyecke abgeschnitten. Gar nicht mal so gut mit einer normalen Schreibtischschere. Sogar sechszehnfufftsch in eine semiprofessionelle Frisörschere investiert. Besser wurde es davon aber auch nicht. Inzwischen sah mein Pony aus wie eine Schotterpiste in den Alpen: Sehr kurvig. Heute also mit schiefem Kopf zum Frisör gegangen. Platz genommen und Herrn Frisör keck angegrinst. Er wuschelt durch den Pony und fragt was passiert sei. Ich antworte wahrheitsgemäß: „Hab ich selbst geschnitten. Kiekste, wa?“. Frisör: „Warst du betrunken?“ Um es nicht noch peinlicher werden zu lassen, habe ich einfach  „Ja.“ gesagt. „Naja…ich brauche meine wöchentlichen Herausforderungen.“, sprach er und schnitt drauf los. Herrlich…ein Pony wie aus dem Bilderbuch. Bezahlen musste ich nichts. Es sei ihm eine Ehre gewesen.

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Pony.

14 Gedanken zu “Pony.

  1. Ich schneide vorne auch immer selbst. Mir ist allerdings nicht immer ganz klar, wie viel oder wie wenig Haar zum Pony gehört. Entweder ordne ich Strähnen dem Pony zu, die eigentlich zum Langhaarteil gehören, oder lasse Strippsel lang, die dann raushängen.

  2. Ich schneide mir ja die Haare selber. Und nein, kein Pony bei mir ;-)

    Aber weil ich das tue (das Selberschneiden) kam ich auch schon in die Verlegenheit, nach einem Gefallen bzgl. Ponynachschneidens gebeten worden zu sein…

    Also ich dachte ja immer „kann ja so schwierig nicht sein“ und „halbwegs Augenmaß haste ja“… tja. Was soll man(n) sagen, so einfach scheint’s dann doch nicht zu sein.

    Oder ich bin immer an sehr „Pinglige“ geraten *fg*

    Ist aber mal nett von deinem Friseur, das einfach mal so gerichtet zu haben ;-)

  3. Nessy: Genau. Und irgendwie hat man da was Undefinierbares aufm Kopf, das früher mal ein Pony war. Nee…ich mach jetzt Schluss damit. Musste meinem Frisör versprechen, nicht mehr selbst zu schneiden. :( Sehr streng.

    John: Oh…Sie sind sehr mutig. Schneiden fremde Ponys. Das kann nicht gut gehen. ;)

  4. Bei mir isses so, dass ich bis Ende des letzten Jahres immer wieder selbst auf extrem Kurzschnitt geschoren hab. Dann aber Ende 2009 eine Schnapsidee: „Ich lasse die Haare ein Jahr wachsen!“ Und so isses! Mein Haarvorbild ist jetzt, Gott hab ihn selig, der Schlingensief!
    Die Männerschaft im Bekanntenkreis nennt mich auch schon mal Frau Auge oder nimmt sich offenkundig vor, mir ein pinkes Haargummi zu schenken. Ich antworte nur noch, dass man zu Zeiten, als es noch echte Männer gab, auch lang getragen hat. Kurzschnitt tragen doch nur kleine Lausebuben und keine Männer.
    Lange Haare, Bart und böse gucken – Wikingermäßig!!! Cool.
    Wie das im nächsten Jahr wird, weiß ich noch nicht. Entweder kahlschnitt oder Spitzen schneiden. Weiß noch nicht… Weiß noch nicht…

    Da haben Sie mich aber bei einem Reizthema erwischt, liebe Frau Puppe…
    (…ich könnte noch einiges von der Seele plappern…)

  5. Auf jeden Fall kann ich für die Ponyselbstversuche von gebogenen Nagelscheren abraten (ich konnte die Friseurschere einfach nicht finden.), das Ergebnis wird sehr abenteuerlich und erinnert an alles, nur an keinen Pony. Das schaut dann aus, wie damals mit 4 Jahren, wo man ein bisschen Frisör mit der stumpfen Kinderbastelschere gespielt hat.

  6. podruga: Ein Pony ist wirklich eine Lebensentscheidung. Allerdings will ich als Oma Puppe nicht mit Pony herumlaufen…schwierig.

    Federkissen: Aber Ponys sind doch soooo zauberhaft. ;)

    apostelchen: Lach du nur. ;) Okay…es war echt lustig.

    Auge: Wow…welch ein Beitrag zum Ponythema. Ich entnehme dem Kommentar, dass Ihre Entscheidung, die Haare wachsen zu lassen, große Auswirkungen auf Sie und Ihr Umfeld hat. Also dann…durchhalten.

    Frau Eiskalt: Gebogene Nagelschere? Sie scherzen? Sie sind ja noch abgebrühter als ich. ;)

  7. Nach diversen Selbstversuchen in meiner Kindheit mit mäßigem Erfolg und durchaus konträrem Feebnback meiner Umwelt bin ich leider zu schissig, um mich selbst zu verkürzen, auch wenn ich gerade auch wieder ein paar Haare wegblinzeln muss.
    Umme Ecke gibt’s ein Schild: „Was Friseure können, können nur Friseure.“

  8. Der Super-GAU kommt zustande, wenn man noch einen Wirbel genau am/im Pony hat. So wie ich. Da verzweifelt selbst meine Lieblingsfriseurin. Aber meisten trägt sie es mit Fassung. Und ich mit Glätteisen und viel Haarspray.

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