Einort.

Wäre gern auf einem Elch zurück geritten. Leider gab es keine Elche und so wurde die Heimreise auf konventionellem Wege angetreten. Hier bin ich wieder. In Berlin. Die Stadt, die mich mit einer herzigen Umarmung aus Lärm willkommen hieß. So ist sie…

Und dann schaut man auf 18 wunderbare Tage zurück. Fühlt den Fahrtwind der knapp 2400 Kilometer. Zählt die letzten Mückenstiche und gedenkt den wenigen erschlagenen Mücken. Lächelt darüber, dass die 5 Kronen in der Dusche meist dann aufgebraucht waren, wenn ein kleines Rinnsal Shampoo vom Kopf in die Augen trullerte. Sieht sich selbst auch im zweiten Jahr noch ungläubig vorm riesigen Knäckebrotregal stehen. Genießt die unglaubliche Stille und die tiefe Entspanntheit, die diese Natur da oben im Norden beschert. Freut sich über unzählige rote Holzhäuser. Hat Sonne, Sturm und Regen in jeder Intensität genossen. Ist glücklich beim Gedanken an die schwedischen Backgammon-, Boule- und Barbecuefreundschaft.

Dieses Jahr ist das passiert, was sich schon im vergangenen Urlaub angekündigt hat: Ich habe einen Ort in diesem Land gefunden, an dem mein Herz im Einklang mit Bauch und Kopf ist. Es ist ein klitzekleiner Ort am Meer. Versteckt in einer Bucht. Dort steht die Welt still. Dort kann ich am Wasser sitzen und zufrieden sein. Nichts müssen. Nichts wollen. Nur da sein.


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Einort.

12 Gedanken zu “Einort.

  1. Manchmal ist es der Abschied, der die Dinge und Orte besonders macht. Also freuen Sie sich, dass Sie wieder in Berlin sind und so hübsche Erinnerungen mitgebracht haben. Der gefundene Ort, der wird zu einer Reissleine. Weil Sie jetzt wissen, wenn nichts mehr geht, wenn alles doof und zuviel und zu laut wird, dann gibt es dort diesen Platz, der auf Sie wartet. Das ist doch die Art von Sicherheit im Leben, die wir alle gern haben.
    (auch wenn ich mich über einen mitgebrachten Elch schon durchaus gefreut hätte.)

  2. bauchherzklopfen schreibt:

    das kam mir wesentlich länger vor, dass die frau puppe weg war. aber von mir aus kann se auch von buxtebommel aus bloggen. also packen se mal nen größeren koffer, die wohnungssuche in der hauptstadt bringt ja nix.

  3. Das kenne ich, so einen Ort habe ich auch. Er ist fast mitten in Helsinki und doch ist es dort so wunderbar ruhig wie nirgends sonst auf der Welt. :)

    Freu mich so sehr für Dich.

  4. Frau Nilsson: Danke.

    Hans: Sehr schön.

    Nika: Sie haben es auf den Punkt gebracht. Der Ort ist immer da, wenn ich mich hinträumen möchte. Und wahrscheinlich baumeln meine Beine im nächsten Jahr dort wieder im Wasser.

    Federkissen: Oh ja….sehr grandios.

    bauchherzklopfen: Sie bringen mich da auf eine Idee…aber nee…ich kann ja kein Wort schwedisch, außer „Hej“. ;)

    Ansku: Herrlich.

  5. Da isse wieder, die Puppe! Welcome back in der großen, bösen, lauten & schmutzigen Stadt!

    Offenbar war die schwedische blaue Plastiktüte vom Letzturlaub nicht mehr im Wasser … gut, gut, so soll es ja auch sein.

    Beneide die Puppe ein wenig ob Ihrer Erlebnisse … aber freue mich auch ob Ihrer tiefen Entspannung & dem Finden eines potenziellen Refugiums für späte Lebenstage.

    Und Schwedisch ist gar nicht so schwer … einfach den IKEA-Katalog inhalieren & ab dafür … läuft. ;)

    Äähh … dürfte ich um einen Namen für diesen Blogbeitrag bitten? Da ist wieder nur dieses Datum im RSS-Feed … und ich bin mir sicher, Sie haben einen expressionistischen Betreff für dieses Posting in petto. (:

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