konjunktivisch.

Ich könnte so viel erzählen. Wie ich am Wochenende in einer anderen Stadt arbeitete. Wie diese Stadt so ganz anders und gar nicht mal so toll war. Wie durcheinander mich der Dialekt gebracht hat und wie ich immer ein paar Endungen an die einzelnen Wörter der ortsansässigen Menschen hängen wollte. Wie wir nachts in einem Spätshop einkehrten und sich Besitzer und Dieb fast geprügelt hätten, sich dann aber doch nur in ihrer jeweiligen Landessprache beschimpften, was gar keinen Sinn macht, weil man kaum effektiver aneinander vorbei reden kann. Wie man im Restaurant zwei Stunden Wartezeit auf einen Salat übersteht und sich trotzdem nicht beschwert, weil der Besitzer ein lieber, alter, italienischer Mann um die 70 ist und man ihm einfach nichts übel nehmen kann. Ich könnte auch erzählen, wie der Schaffner auf der fünfstündigen Rückfahrt von 16:30 Uhr bis 21:30 Uhr alle Fahrgäste mit „Guten Morgen“ begrüßte. Wie Fressneid auf das Care-Paket des Nachbarn nur durch massives Ausdemfensterstarren unterdrückt werden kann. Und wie ich bei der Ankunft fast auf die Knie gefallen wäre, um Berliner Boden zu knutschen, es dann aber ließ, weil es zu siffig war. All das würde ich Ihnen gern erzählen, wenn ich nicht viel zu müde wäre. Vielleicht dann demnächst, wa.

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konjunktivisch.

13 Gedanken zu “konjunktivisch.

  1. Eigentlich wollte ich gestern Abend, als ich von Ihrem leichten Hungergefühl auf Twitter las, Ihnen ein großes, ofenwarmes Stück selbst gemachter Pizza als DM schicken … aber dann hab ich’s doch selber gegessen. Schulligung! :)

    1. Das war ein großzügiger, wenn auch gescheiterter, Plan. Bei der nächsten Dienstreise gebe ich Ihnen Ankunftszeit und -ort an. Sie wissen dann sicher, was zu tun ist.

      1. Ich soll Sie bei Ihrer Rückankunft am Bahn- / Flugsteig mit Leckereien überraschen?

        Verführerische Vorstellung, aber das ist dann doch eher der „Job“ Ihrer besseren Hälfte, nicht wahr? :)

  2. bauchherzklopfen schreibt:

    Was war das nur für ein grausamer Ort. Nix für eine Puppe ist das! Lassen Se das mal lieber sein in Zukunft.
    Obwohl… dann weiß man erst wieder wie gemütlich das eigene Puppenhaus ist, oder? Und gibts jetzt noch Umzugspläne oder küssen Sie noch den Puppenhausboden?

  3. bauchherzklopfen: Umzugspläne bestehen weiterhin. Geschichten von Wohnungsbesichtungen gibt es genügend. Sollt‘ ich mal wieder was darüber schreiben. ;)

    hans: Keine Reise ohne bleibende Eindrücke.

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