Beitrag ohne Passwort.

Merkwürdig ist sowas. Da stolpert man über einen Blog mit einem sehr interessanten Titel und was findet man dort: Ohne Ausnahme passwortgeschützte Beiträge. Alle. Jeder einzelne Beitrag mit einem dicken, fetten Vorhängeschloss versehen. Eben noch sprang man im endlosen Netz, las hier und da und fühlte sich frei. Und dann: Gegen eine Mauer gelaufen. Passwörter…alles geheim…nur für wenige Menschen.

Klar, es ist jedem selbst überlassen, wie er sein Blog nutzt und manchmal kann ich geschützte Beiträge nachvollziehen. Aber mal ehrlich: Wenn alle Beiträge des Blogs geschützt sind, welchen Sinn macht dieses Blog noch? Könnte dann nicht auch einfach die gute alte monatliche Rundmail an Familie und Freunde verschickt werden?

Im puppigen Blog gab es noch nie einen Beitrag mit Passwort. Denn immer, wenn ich einen Beitrag geschrieben habe und plötzlich darüber nachdachte, ob er vielleicht besser ein Passwort übergeholfen bekommen sollte, lösche ich ihn. Anscheind gehört er nicht ins Internet.

Kann ja jeder machen wie er will, aber ich mag ein Internet, in dem ich auch lesen kann.

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Beitrag ohne Passwort.

19 Gedanken zu “Beitrag ohne Passwort.

  1. Vielleicht nurtzt dieser Blogger seinen Blog einfach nur als Tagebuch. Allerdings kann er dann auch eine elendlange Word-Datei anlegen. Oder noch besser ein kleines Büchlein mit Schloss und einen echten Stift zur Hand nehmen. Komisch sowas.

  2. Kassio: Ja, das denke ich mir eben auch. Jeden einzelnen Beitrag zu schützen macht irgendwie keinen richtigen Sinn.

    r|ob: Geben Sie mir sofort das Passwort für ihren Kommentar.

  3. glasprinzessin schreibt:

    hmm, also ich habe immer dann ein passwort draufgehabt, wenn ich NICHT wollte, dass freune und/oder familie sowas lesen. oder wenn menschen, die ich persönlich kenne, plötzlich mein blog gefunden haben, was ich nicht wollte.

  4. Huh, kann es sein, dass wir über denselben Blog gestolpert sind? Mir ist das genau heute früh auch passiert und ich hab mich auch sehr gewundert. Ich würde mir anstelle dieser Person ernsthaft Gedanken darum machen, warum ich einen Blog schreibe.

    Im Prinzip stimme ich Dir also sehr zu, dennoch gibt es alle paar Wochen und Monate mal einen passwortgeschützten Beitrag. Das sind dann Beiträge, die z.B. im entferntesten mit arbeitstechnischen Dingen zu tun haben. Das ist kein Geheimnis, das würde ich jedem Freund und jedem Bekannten vermutlich auch erzählen, aber ich möchte nicht, dass das ungeschützt und ohne meinen Einfluss im Internet herumgeistert. Deshalb bekommt auch fast jeder das Passwort der fragt, so lange ich die Person aus Kommentaren, anderen Blogs etc. kenne. Aber ich möchte eben einen Überblick haben, wer mitliest. 100%ige Sicherheit gibt es da zwar nie, aber ich versuche es zumindest ein bisschen. Und falls doch mal etwas „passiert“ und Leute Dinge lesen, die sie nicht lesen sollten – wie gesagt, wirklich schrecklich private Dinge und persönliche Geheimnisse sind auch in meinen passwortgeschützten Beiträgen nicht enthalten.

    Ein weiterer (seltenerer) Grund für passwortgeschützte Beiträge ist die Tatsache, dass mein Opa bei mir mitliest. Das ist an und für sich sehr schön, find ick janz dufte, aber manchmal ist es auch ein bisschen nervig, denn auch ein Opa muss nicht alles wissen. ;) Das sind aber mitunter auch Dinge, die ich anderen Leuten und eben auch anderen Bloggern (meiner Generation) ohne größere Probleme erzählen kann und erzählen möchte, nur ohne dass Opa mitliest. Der akzeptiert das auch und hat mich noch nie nach einem Passwort gefragt.

    Auch ich habe schon mehrere passwortgeschützte Beiträge formuliert und aus denselben Gründen wieder verworfen, weil ich dachte, dass es anscheinend doch nicht ins Internet gehört. Aber für mich gibt es eben doch auch Gründe für passwortgeschützte Beiträge, auch wenn ich versuche, deren Zahl so gering wie möglich zu halten.

    Das ist jetzt keine Erklärung, oder gar Rechtfertigung. Der eine macht es so, der andere macht es so. Das muss man eben für sich selbst entscheiden. Sollte mein Blog aber doch irgendwann einmal so aussehen wie dieser Blog über den Du gestolpert bist, dann verhaut mich bitte alle, ja? 8)

  5. Ich persönlich mag auf meinem Blog auch keine Passwörter und ich habe auch noch nie einen Blogger um ein Passwort gebeten. Wenn in einem Blog Passworteinträge überhand nehmen, lese ich nicht mehr gern in diesem Blog.

    (Gut übrigens, dass Deine Einträge unverschlüsselt sind, ich lese nämlich gern bei Dir.)

  6. Glasprinzessin: So hat wohl jeder seiner Gründe. :)

    Ansku: Dein Kommentar ist länger als mein Beitrag. Respekt. ;) Anscheind gibt es also mehrere solcher Passwortblogs.

    Frau Landgeflüster: Willkommen im puppigen Blog und es freut mich sehr, dass du hier gern liest.
    Ich habe ein paar Mal nach dem Passwort gefragt und es meistens auch bekommen. Es hat sich bisher immer gelohnt, aber ich frage auch nur bei denjenigen, bei denen ich oft lese und kommentiere.

  7. Pfarrfrau schreibt:

    Ich musste das jetzt machen, überlege noch wie ich weitermache.

    Warum? Exfrau des Mannes-Alarm. Ganz böse.

    Tja. Frei und offen, gut und schön, aber wenn man gefunden wird, hat das nicht nur positive Seiten.

  8. Pfarrfrau: Da vergeht einem doch die Lust am Bloggen, wenn man weiß, dass jemand Ungewolltes mitliest, oder? Wie wäre es mit einem neuen Zuhause, dass nur Eingeweihte wissen? Dann gibt es auch wieder offene Beiträge. ;)

  9. Pfarrfrau schreibt:

    Liebe Puppe,

    schon probiert. ;)
    Leider hat „es“ dann offenbar vorher schon meine Blogroll gespeichert und hat bei Frau Ami einen Kommentar entdeckt – schwupps, war sie auf dem neuen Blog.

    Klasse.

    Tja. Was nu‘?

  10. Pfarrfrau: Ich würde auch – wir nomadyss – einen ganz neuen Namen wählen, der keine Verbindung zum alten Namen herstellt. Den alten Blog dicht machen bzw. als Attrappe offen lassen. Oder erstmal einen komplett passwortgeschütztes Blog, bis die „andere“ das Interesse verliert.

  11. @Pfarrfrau/Puppe: Andauernd neue Blogs machen wird irgendwann zum Bumerang. Ich hätte z.B. keine Lust andauernd jemanden hinterher zu hüpfen, also würde ich das Lesen und kommentieren irgendwann einstellen.
    Bei deinem „Problem“ Pfarrfrau ist es eben nicht anders machbar, als bestimmte Dinge mit PW zu versehen. Wer es lesen darf, wird das PW schon erhalten, der Rest muss dann eben auf den nächsten freien Beitrag warten. ;)

    Auf solche komplett geschützte Blogs bin ich auch schon getreten. Ok, kann man eben nichts lesen, sucht man sich eben andere Blogs. Vielleicht steht die Person unter „Beobachtung“ (Internet-Stalking scheint ja immer mehr in Mode zu kommen :( ) oder sie nutzt den Blog eben als das, was es eigentlich mal war. Ein Online-Tagebuch. Das handgeschriebene Tagebuch zeigt man auch nicht herum.

    Im Grunde ist es egal, wenn Blogs geschützt sind. Warum soll ich mir da Gedanken machen, wieso, weshalb, warum jemand einen Teil oder alles schützt. Wenn mir die Person dahinter unbekannt ist, interessiert es mich nicht.

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