Lucky girl.

Da sage noch einer dieses Internet wäre unstet. Im Zusammenspiel mit einem kleinen karierten Zettel, der zehn Jahre in einer Schachtel lag, wird es zum Quell purer Wonne und unglaublicher Langlebigkeit. Aber von vorn. Sonst versteht wieder keiner, was mit der wirren Puppe los ist.
Ich fand in einer Schachtel voll mit Erinnerungen diesen karierten Zettel. Herausgerissen aus einem Notizheft. Damals vor zehn Jahren. In krakeliger Schrift stand eine E-Mail-Adresse geschrieben. Von L. Mit L. wollte ich seit ewiger Zeit wieder Kontakt aufnehmen. Aber selbst dieses Internet lieferte grob überschlagen null Informationen. Und nun dieser Zettel. Also schnell eine E-Mail getippt und hoffnungsvoll abgeschickt.

Puppe at 3 p.m.: „[…] Maybe I am a lucky girl and you are still using this address. […]“

L. at 6 p.m.: „You sure are a lucky girl. […] Your friend, L.“

Unfassbar. Postadressen ändern sich. Nachnamen ändern sich. Telefonnummern ändern sich. Aber E-Mail-Adressen? Die bleiben anscheinend gleich. Und nun sitzen L. und ich an unseren Rechnern und hacken die vergangenen zehn Jahre in die Tasten. Schicken E-Mails über den Ozean und sind zwei lucky girls.

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Lucky girl.

12 Gedanken zu “Lucky girl.

  1. Liebe Puppe,

    meine Telefonnummer und Adresse hat sich seit 19 Jahren nicht verändert und am Wochenende hat sich die durchgeknallte Mutter einer früheren Freundin telefonisch gemeldet….
    Währe ich doch bloß mal umgezogen!

  2. Oh, das finde ich jetzt mal famos, ehrlich! Vor allem auch, dass ihr scheinbar an der gleichen Stelle anknüpfen könnt, an der es einst endete. Herrlich.

    Hans… mein Beileid!

  3. Hans: Wärst du umgezogen, hätte sie immer noch deine Emailadresse…vielleicht.

    Sterntau: Mal schauen, ob wir gut anknüpfen können. Wünschenswert wäre es.

    Wortteufel: Zwonull bewährt sich. ;)

    donmatze: Dich freut es. Mich freut es. Alle glücklich. :D

  4. Als wir und kennenlernten, Mitte – Ende der 80iger Jahre des letzten Jahrhunderts, gab es zwar das WWW schon, war aber nur für’s Militär der Amis und für ein paar Nerds. Ergo konnte der Hans keine Emailadresse nicht haben.
    Offensichtlich ist die Schublade von Frau Mutter Franka wie das WWW, sie vergißt und verliert nix….
    Real life 1.0!

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