Verzeihen Sie mir.

Ich sag’s mal gerade heraus: Ich war gestern im Theater. In der Schaubühne. Bei Arthur Schnitzlers „Anatol“. Und um diese Bekanntmachung abzurunden, schreibe ich ganz schnell wie es war: Es fing sehr schleppend an, steigerte sich dann und mündete in einem vom Liebeswahnsinnn gezeichnetem Schlussbild.

Das war’s schon. Ich hoffe, ich habe Sie nicht gestört. Mich dünkt, meine Leserschaft steht nicht so besonders auf Theaterbeiträge, aber Sie kommen bei der Puppe leider nicht drumherum. Und irgendwie verstehe ich Sie auch. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie ausgerechnet „Anatol“ oder auch „Hedda Gabler“ oder aber „Gespenster“ im jeweiligen Haus gesehen haben, ist gering. Ich hätte auch nichts zu sagen, wenn jemand über ein mir fremdes Stück schreibt. Aber dennoch: Ja, es wird weitere solcher Beiträge geben. Verzeihen Sie mir.

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Verzeihen Sie mir.

10 Gedanken zu “Verzeihen Sie mir.

  1. Theater ist tot, aber du schaust der Leiche beim Verwesen zu? Ick würd und mein kulturelles Gewissen schreit: ich MUSS auch ma wieda gerne mitmachen – also lass mal eine Kino-Theater-Austausch-Sache-Dingsbums starten! Ab nächster Woche im (Film)theater Ihres Vertrauens: Vicky Cristina Barcelona vom Woody Allen. Dabei, uff Englisch? Grüßle =)

  2. Ich würde ja gern wiedermal ins Theater gehen wollen.
    Aber… ich kann mich ums Verrecken nicht mit solchen Pop-Art-Inszenierungen anfreunden, das fängt beim Bühnenbild an und hört beim Getue der Darsteller auf. Entweder man inszeniert klassisch oder gar nicht. Ich bin da irgendwie altmodisch…

  3. drikkes: Willkommen. Schön zu wissen, dass über das Theaterthema gar neue Leser hinzukommen. ;) Die Diktatorengattinnen I habe ich auch angeschaut, war davon aber leider nicht sehr angetan. Ich mag es nicht zu modern und Pollesch hin oder her…ich weiß nicht, was er mir mit dem Stück sagen wollte…über was ich danach nachdenken sollte. Verwirrend. Aber ich gebe der Volksbühne noch weitere Chancen, bis mich ein Stück vom Hocker haut. ;) Empfehlungen?

    Sonnenanne:
    Bei dem Austausch-Dingsbums bin ich sehr gern dabei. Woody Film? Ich bin dabei. Lass uns mal mailen, wann und wo. Dann kommt das Dingsbums auch gleich ins Rollen. :)

    Sterntau: Ich mag es auch nicht immer so ganz modern. Aber viele Stücke sind nicht so trashig, wie man denken mag. Die Schaubühne ist ein guter Mittelweg zwischen klassisch und modern. Andere Theater sind dagegen einfach nur modern und das ist mir dann auch zu viel des Guten.

  4. Die Geschmäcker sind halt verschieden, ich mag diesen überdrehten, polemischen Pollesch-Stil. Und Sophie Rois könnte ich sogar beim Lesen des Telephonsbuchs von Wiesbaden zugucken und -hören.
    Aber die Volksbühne insgesamt ist ganz weit vorne, wie ich finde. Neben dem Castorf könnte ich hier zu allen drei Sachen hingehen.

    Ich kann auch nicht verstehen, wie man „moderne“ Inszenierungen durchweg und von vornherein ablehnen kann. Die Erfindung des Farbfilms ist doch auch nicht der Untergang des Abendlands gewesen.
    Oder wieso Theater immer so bedeutungsschwer daherkommen soll (Zitat: „ich weiß nicht, was er mir mit dem Stück sagen wollte…über was ich danach nachdenken sollte“). Manchmal ist es einfach nur gute Unterhaltung. Wie hier in Köln die letzte Produktion der GOB SQUAD.

    Und über die Intendantenwahl in Bochum habe ich hier schon meinen Senf abgelassen…

  5. drikkes: Ich lehne moderne Inszenierungen auf keinen Fall ab, aber Diktatorengattinnen hat bei mir einfach nichts ausgelöst. Dabei geht es nicht nur um die „Bedeutungsschwere“. Aber auch unterhalten hat es mich nicht besonders.

    Und ich gebe zu: Ich bin keine Theaterbesucherin, die bespaßt werden will. Ich will mit den Figuren leiden und hoffen, will sie hassen oder lieben und ich will natürlich auch unterhalten werden. Aber mit Nachdenkeffekt. Mit Diskussionsbedarf nach einem Stück. Da kann ich leider nicht anderes…das muss so sein. :)

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