Hedda.

Heut Nacht habe ich von Hedda geträumt. Von Hedda Gabler. Das ist gutes Theater, wenn es Besitz von den Gedanken des Publikums nimmt. Gestern in der Schaubühne den Lügen und Intrigen der Hedda zugeschaut und im Laufe der zwei Stunden angefangen, die Figur zu verachten. Wie sie ihre Mitmenschen manipuliert und ihre weiblichen Reize für ihren Willen einsetzt, trieb den gesunden Menschenverstand zur Verzweiflung. Und genau dann, wenn man die Figur wirklich nicht mehr ausstehen kann, kommt der Wendepunkt. Hedda erschießt sich. Im Schlussbild liegt sie tot hinter einer Wand. Keine der anderen Figuren weint ihr eine Träne nach. Und plötzlich wird man nachdenklich und merkt, dass auch eine Hedda Gabler nur geliebt werden wollte. Nach Harmonie gesucht hat.

Ibens Hedda Gabler in der Schaubühne: Schauspieler, denen man jedes Wort glaubt. Ein Bühnenbild, dass blinde Spielräume dank eines schrägen Spiegels sichtbar macht. Eine Hedda, die man am Ende hasst und liebt.

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