Charlie

Wenn der Kopf durch den einen Teil des Lebens nicht gefüllt wird, muss der andere Teil das übernehmen. Die puppige Seele verlangt in immer enger werdenden Abständen nach einer guten Portion Kultur. Gern garniert mit einem Schuss Außergewöhnlichkeit und serviert in guter Umgebung.

Puppy und Bunny gönnten sich kürzlich ein vorzügliches Kulturmahl im Studio des Berliner Admiralspalasts. Auf der Karte stand „Verrückte Zeiten – Eine Hommage an Charlie Chaplin“. Das Stück ist eine gelungene Verknüpfung von Film, Musik und Theaterstück. Schwarz-weiß und stumm flackert ein nachgedrehter Film über die Leinwand, begleitet von einem Stummfilmpianisten (Dietrich Bartsch). Joseph Sternweiler gibt sein Bestes, dem großen Charlie Chaplin gerecht zu werden. Gejagt von der Polizeit findet er Unterschlupf bei Nora (Nana Ben Chaabane). Und plötzlich fällt seine Markenzeichen – der Hut – unten aus der Leinwand heraus. Kurz danach rutscht auch Charlie Chaplin aus dem Film und landet auf der Bühne. Verwirrung. Was ist geschehen? Der Stummfilmpianist kann sein Glück kaum fassen, doch Charlie muss zurück auf die Leinwand. Das Publikum hofft und bangt mit Charlie und muss dem Komiker so manches Mal aushelfen.

Im Mai steht das Stück noch vier Mal auf der Karte. Mir hat es geschmeckt und ich halte mir jetzt noch den Puppenbauch. Auch der Kopf ist wieder gefüllt.

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Charlie

3 Gedanken zu “Charlie

  1. ratte schreibt:

    Oh wie süß klingt diese Speise! Hätte ich doch auch nur gekostet! Aber – es sei Dir gegönnt, denn was soll das Denkerhirn ohne die genussvollen Eindrücke von Aussen tun? So heißt es weiter: Gib mir alles und auch nur vom Besten! So viele Ausrufezeichen gibt es gar nicht, wie man sie an dieser Stelle platzieren müsste!

    Sei gegrüßt Du holdes Leben – take me as I am!!!!!

  2. Klingt wirklich nach nem gelungenem Abend. Mit der Kultur ist es ja nicht weit hier bei uns. Zuletzt war ich im Dresdner Schauspielhaus bei Herrn Grass – was für ne Scheißidee, dass ein Nobelpreisträger, der aus „Des Knaben Wunderhorn“ liest, auch die richtigen Gedichte auswählt, oder wenigstens seine Sache gut macht.

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