seitenwind (4)

Sonntag. Die Finger sind wund geschrieben. Der Kopf ist leer. Jetzt ist wieder Platz. Zeit zum Lesen. Die Augen zucken über die Zeilen, des geschriebene Wort füllt den Kopf mit neuem Stoff. Und Eberhard Esche schafft es tatsächlich, mich fast auf jeder Seite seiner Bücher, mit einem wunderbaren Satz, seiner bezaubernden Ironie und seiner bemerkenswerten Ehrlichkeit zu erstaunen.  Heut war es dieses:

„Und endlich störfrei, begriff ich, was ich fatal längst ahnte, daß der Schauspieler immer unter dem Stoff stehen wird, den er zu spielen hat. Was wäre daran fatal? Nichts, wenn der Schauspieler nie nachläßt, über den Stoff zu gelangen. Wissend, daß ihm das nie gelingen wird. Aber sein Streben, den Dichter zu überholen, eröffnet ihm die Chance, die Grenzen, die er bisher erreicht hatte, zu überschreiten.“
(Eberhard Esche: Wer sich grün macht, den fressen die Ziegen. S. 217)

Diese Zeilen werde ich beim nächsten Theaterbesuch im Kopf haben.

Advertisements
seitenwind (4)

7 Gedanken zu “seitenwind (4)

  1. Ach soo, ich dachte, da kann man irgendwann einen kleinen Puppenroman hier lesen oder so. Keine Liebesgeschichte mit Kasper? Hach, schade…Aber vielleicht kommt das ja noch^^

Erzähl' mal was...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s