Verbeugung

Vor vier Jahren zog ein gescheiter junger Mann los, um hinter der Waldgrenze sein Glück zu versuchen. Die Heimat brachte nichts als rebellisches Dasein und Exzesse. So schnürte er still seinen Rucksack und zog ohne Aufsehen zu erregen von dannen. Er fand einen kleine Behausung, machte sich heimisch und überlegte was zu tun sei. Schreiben. Nur so könnte der Kopf bereinigt werden. Raus mit dem Zeug, weg mit dem Ballast. Skeptikern lächelte er freundlich zu, Sympathisanten lud er zu sich ein.

Und so schrieb er über alles und jeden. Oft schien sein selbst erwählter minimalistischer Elfenbeinturm ihn schier zu erdrücken. Einfach war es nicht, da in free hill hinter der Waldgrenze. Unzählige Male stemmte er die enger werdenden Wände seiner Hütte in ihre gewünschte Größe zurück, um noch atmen zu können. All die Müh wird nun endlich belohnt: Er ist Dichter!
Puppe verbeugt sich vor dieser Beharrlichkeit.

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2 Gedanken zu “Verbeugung

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