jetztnähtsieauchnoch.

Ich bin da irgendwie hineingeraten und jetzt komme ich nicht mehr raus. Es ist nicht so, dass es ein lang gehegter Traum gewesen wäre. Das mit dem Nähen. Es war einfach plötzlich da. Ich besuchte einen dreistündigen Nähmaschinenkurs, nähte eine einfache Tasche, fand das toll, besorgte mir eine Nähmaschine, kaufte E-Books und nähte los. So war das. Und nun kann ich nicht mehr aufhören. Für den Babykerl nähe ich Mützen, kleine Dreiecktücher, Loop-Schals, Hosen, Latzhosen, Stofftiere. Jetzt geht es weiter mit Hüllen für technische Kleingeräte jeder Art. Meine Familie hat zu Weihnachten nicht viel zu lachen. Bekommen sie doch fast alle etwas aus Stoff.
Das Schöne an diesem Nähding ist aber, dass man Nähanleitungen von solch tollen Bloggerinnen wie Frau Mutti testen darf. Gemeinsam mit dem wunderbaren Herrn Skizzenblog und Mme Ouverage wurden knuffige Tiere namens toffee nosed friends erschaffen. Ich habe also genäht und mich sehr verliebt. Aus vier verschiedenen Tieren habe ich mich für den Hund entschieden. Auch weil sie Nase im Schnittmuster als “Schnäuzelchen” bezeichnet wird. Schnäuzelchen!

Das E-Book gibt es bei Farbenmix zu kaufen.

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#achstadt

U-Bahn-Fahrerin heute so: “Ick danke Ihnen janz doll, dit se vorhin so viel Jeduld jehabt haben. Die Tür is’ einfach nich’ uffjejangen. Kannste nüscht machen.”

Ach Berlin, wenn du willst, kannst du ja doch gut sein. Und das sogar im November. Komm, lass dich mal drücken.

Publikum.

Eltern, die das ganze Privatleben inklusive peinlicher Fotos ihres Kindes ins Internet stellen: Bitte! Lasst! Das!

Ich bin froh, dass meine Kinderfotos in einem Fotoalbum kleben. Wenn ich Lust habe, schau ich sie an. Und wenn ich möchte, zeig ich sie Freunden. Fremde hingegen bekommen sie nicht zu sehen. Ich nenne es “Privatleben”. Und dieses “Privatleben” gönne ich auch dem Babykerl. Ja, ich schreibe über ihn. Babyquatsch eben. Aber ich zeige keine Fotos, nenne seinen Namen nicht und sage nicht, wo wir wohnen. Weil es nicht nötig ist. Weil er nicht ins Internet gehört. Und weil der Babykerl kein großes Publikum zum Aufwachsen braucht. So ist das.