Bild via whatmakesmyday
Und das Leben IST delicious. So delicious, dass ich gar nicht zum Schreiben komme. Nur zum Fotografieren. Und zum Frisbeespielen. Natürlich. Was sonst. Solange das Leben allerdings delicious ist, sollte das schon klargehen.
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Und das Leben IST delicious. So delicious, dass ich gar nicht zum Schreiben komme. Nur zum Fotografieren. Und zum Frisbeespielen. Natürlich. Was sonst. Solange das Leben allerdings delicious ist, sollte das schon klargehen.
Die Schlimmerheit (!) des Montags verhält
sich proportional zur Schönheit des Wochenendes.
Heute also ein wirklich schwieriger Montag.
Mit Muskelkater in allen Knochen, dem Gefühl von Regen im Gesicht
und Sturm in den Haaren.
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Warum nicht im Schnee mal ein Disc Golf Turnier spielen? Die Sorge war allerdings groß, dass man als Schneemann endet und sich eine Mohrrüber ins Gesicht stecken muss. War aber nicht so. Nur ein bisschen kalt am Anfang. Vier Hosen übereinander sorgten schnell für die puppige Wohlfühltemperatur und so ein Turnier hat ja auch viel mit Bewegung zu tun. Außerdem im Angebot: Ein kleiner Taschenofen, der die Wurfhand wärmte.
Disc Golf im Winter am See: Durch den Schnee stapfen und dem Geräusch lauschen, dass das weiße Zeug unter den Schuhen macht. In die Wintersonne blinzeln während das Rauschen des Sees im linken Ohr kitzelt. Gut und gern auch mal eine Scheibe im Wasser versenken und zu wissen, dass ein anderer Disc Golfer sie bestimmt retten wird. War auch so. Auf diese Bande ist eben Verlass. Die Mitreisende und einzige weitere Frau beim Turnier auf verschiedenen Bahnen jauchzen hören und sich freuen, dass es bei ihr offensichtlich ganz wunderbar läuft. Innerlich klatschen, weil es mit den dicken Handschuhen einfach komisch aussieht. Bei ihrem Knallerwurf auch mal laut johlen. Weil es verdient war. Und das Puppenergebnis? Nicht überragend, aber zufriedenstellend. Ich geb’ ja ehrlich zu, dass mein Anspruch da nicht besonders hoch ist. Vielleicht sollte ich das mal überdenken und endlich auch wirklich trainieren und all sowas.
Noch was: Wenn das Schilf bei jeder Welle des Sees klirrt, weil kleine Eisbrocken festhängen, handelt es sich übrigens um ein Schilfcollier. Das wurde beschlossen und ist ab sofort ein Fakt und demnächst sicher ein nicht zu unterschätzender modischer Hype.
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Und das Beste am Wochenende? Die Mitreisenden. Flippste völlig aus.
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Der hochverehrte Herr Skizzenblog erklärt Disc Golf auf seine ganz eigene Weise. Und tatsächlich stellen sich bestimmt viele genau so diesen Sport vor. Wir kloppen natürlich nicht mit Schlägern auf unseren Frisbees rum, sondern werfen sie ganz normal. Nur eben mit dem Ziel, am Schluss in einen speziellen Korb zu treffen. Die Regeln sind aber vom Golfen abgeleitet. Deswegen der Name. Ein großes Durcheinander und ich weiß nicht genau, wie oft ich Disc Golf schon erklärt habe, seitdem ich es spiele.
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Einmal kurz nicht aufgepasst und schon ist der Resturlaub vorbei. So schnell kannste gar nicht kieken. Käffchen hier, Feierlichkeit da, Kisten packen, bisschen Farbe an Wände schmieren und wusch: Plötzlich sitzt man morgens wieder in der U-Bahn, steigt um, läuft noch ein paar Meter und steht dann vor dem großen Backsteingebäude. Hier ist es also. Dann mal rein da und eingetaucht in die neue Herausforderung. Übrigens: Meine neue Rechnermaus ist pink. Huch. Was sagt man denn dazu? Und ja, auf dem Foto ist eine kleine Frisbee zubsehen. Ich weiß nicht, was daran verwunderlich sein soll.
Man muss schon einen ziemlich großen Knall haben, um bei Windstärke 5 und Starkregen vier Stunden Disc Golf an der Ostsee zu spielen, sich anschließend in der Mittagspause trockenzulegen und dann wieder drei Stunden auf den Parcours zu gehen. Dafür am zweiten Tag mit Sonnenschein und einer leichten Brise belohnt wurden. Das die Ergebnisse von sehr schlecht auf ganz schön gut stiegen, ist eine logische Konsequenz. Es war wunderbar. Ein bisschen wie Urlaub und Freunde treffen. Drei Tage völlig ungehemmt über verschiedene Bahnen diskutieren, über Flugeigenschaften der Scheiben philosophieren und im Finale als Zuschauerin mitfiebern. Ganz ehrlich: Wir Disc Golfer fahren schon einen sehr eigenen Film.
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Ostseeeeee. Auf dem Schreibtisch liegt schon ein kleines Vorfreudesandhäufchen. Das schmale Reisegepäck wird umfassen: 20 Frisbees, Kamera, Gummistiefel, Mütze, Schal, Regenjacke/-hose, jute Laune und der Wille, ein paar Scheiben über den Deich zu kloppen. Es fühlt sich ein bisschen wie Ferienlager oder Klassenfahrt an, wenn mehr als 80 Disc Golfer in ein kleines Dorf im Norden reisen, um ein Turnier zu spielen. In den Pausen finden Sie das Frollein Puppe auf einem der blauen Stühle mit einem Tee in der Hand und den Blick auf die Ostsee gerichtet. Flippste aus.
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Frei. Vier Tage. Am Stück. Ich weiß nicht, wohin mit dem Glück. Vor Schreck fotografiere ich am Wochenende andere Menschen beim Discgolfen. Werde zwischendurch auch selbst ein Scheibchen in den Korb schubsen. Wenn ich es noch kann. Und dann dieser Besuch, der sich angemeldet hat. Alles wegen großer Tollheit kaum auszuhalten. Vier Tage Ausflipperei. Und danach fall ich wegen zu viel Lebensschönheit einfach um.
Das Filmchen hat in den letzten Tagen so einige Blogrunden gedreht. Wer es aber noch nicht kennt: Bitte unbedingt ein paar Minuten Zeit nehmen und einen völlig neuen Blick auf Berlin erleben. Herrlich. Und die Musik. Dufte. Übrigens: Bei 2:50 min mal genau hinschauen…da wird vor der Volksbühne Frisbee gespielt und ein Disc Golf Korb steht im Bild.
So. Geht los. Noch 1 1/2 Tage Dauerpacken und dann raus aus Berlin und rein in die nördliche Natur. Wälder, Seen, Disc Golf und Läkerol. Das Puppenhaus bleibt geschlossen. Der Briefkasten wird nicht geleert. In drei Wochen komme ich mit einem Elch unterm Arm zurück. Derweil flippen Sie bitte ordentlich aus.
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Montagabend die Frisbee erschöpft in Richtung Sonnenuntergang geworfen. Prompt schwappten Wellen der juten Laune über Frl. Puppe. Bin wieder da. Frisch. Fit. Froh. Disc Golf ist Medizin.
Heute ist wieder Turnbeuteltag. Moment…ich fang noch mal an. Konjuktiv fehlte. Also: Heute wäre Turnbeuteltag. Wenn ich den Turnbeutel nicht in die Ecke geschleudert hätte. Mit Inhalt. Und mit Schmackes. Die Turnbeutelaktion wird hiermit als gescheitert zu den Akten gelegt. Schmach- und Besserwisserbeiträge bitte in den Kommentaren. Na jedenfalls war das nix fürs Püppchen. Der Sport war toll. Ich hab’ mich gut gefühlt. Aber es scheint nichts für mich zu sein, mit anderen Weibchen in einer muffigen Sporthalle zu 90er Jahre Musik rumzuhüpfen, mit den Armen zu rudern und die Beine im Takt zu bewegen. Früher habe ich Squash gespielt und mit sehr viel Ausdauer sowie Leidenschaft den Ball gegen Wände geschlagen. Danach bin ich aus dem Raum gekrochen und hab japsend an der Wasserflasche genuckelt. Das war Sport nach meinem Geschmack. Heute ist es Disc Golf. Nicht halb so anstrengend wie Squash, aber mit mindestens genauso viel Leidenschaft. Und Natur. Das mag am Alter liegen, dass man plötzlich gern an der frischen Luft ist. Oder am Berufsleben. Egal. Der Bauch-Beine-Po-Kurs war nicht meins. Ich mach dann mal 20 Sit-Ups im stillen Kämmerlein. Turnbeutel adieu. Du warst ein netter Begleiter. Vielleicht später mal wieder.
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