Bis ins Hurra gespielt.

IMG_5633“Welches Konzept verfolgt eigentlich die Babykerl Kita?” wurde ich kürzlich mehrfach gefragt. Ich antwortete, dass unserer Kita hoffentlich das Konzept “Spielen” am Herzen liegt. Denn das sollen (Klein-)Kinder tun. Spielen! Das ist ihr Beruf. Ihre Bestimmung. Ihr Wesen. Der Babykerl soll spielen, bis er nicht mehr kann. Bis er vom Spielen erschöpft ist. Bis er sich ins Hurra gespielt hat. Das ist mein sehnlichster Wunsch. Bitte!
Alles was ich möchte, ist, dass mein Babykerl gut betreut wird. Das liebe Menschen auf ihn aufpassen und sich um ihn kümmern, während der Mann und ich ein bisschen Geld verdienen sind. Dabei muss er dann mit zwei Jahren kein Englisch lernen. Französisch auch nicht. Er muss auch nicht plötzlich Trompete spielen können. Oder Einrad fahren. Er kann alles wollen. Ich will aber nicht, dass er alles muss. Abgesehen vom Spielen. Ich möchte gern, dass er viel spielt.
Vielleicht gehe ich da ein bisschen einfach ran. Ja, vielleicht. Aber der Babykerl ist ein Babykerl und der braucht es nicht kompliziert. Er soll es lieber hübsch haben.

Huch.

Test 1, 2, 3. Test. Ich wollte mal schauen, wie das so mit dem Bloggen ging. Aha…alles wie immer. Einfach schreiben. Praktisch. Ist ja wie Fahrrad fahren. Verlernt man offensichtlich nicht.

Ich dachte so bei mir, dass ich mal einen kleinen Pieps aus dem Mamaleben senden könnte. Wissen Sie, es geht mir nämlich wirklich gut. Der Babykerl ist ein süßer, kleiner Typ, der ganz wunderbar ins Leben gefunden hat. Er ist irre entspannt, lächelt herzlich vor sich hin, schläft und lässt schlafen, isst, pupst und brabbelt. Wir genießen unser Jahr. Der ganze Sommer liegt noch vor uns und ich flippe vor Freude fast aus, wenn ich daran denke, dass der Babykerl, seinen Sonnenhütchen und ich noch ein paar herrliche freie Tage, Wochen und Monate verbringen können.

Und vielleicht findet hin und wieder doch eine kleine Geschichte ihren Weg hier rein. Zum Beispiel wie er unbedingt krabbeln möchte, es dann aber fast so aussieht, als würde er eine Rolle vorwärts machen wollen, die nur verhindert wird, weil er vorher zur Seite kippt. Sie verstehen. Viel los hier.

2012.

RotEin unglaubliches Jahr. Ein Jahr der “ersten Male”. Hochzeit. Schwangerschaft. Baby. Und dann auch noch der erste eigene Weihnachtsbaum. Da kann mal schon mal sprachlos sein. Der geneigte Leser wird es bemerkt haben…diese Sprachlosigkeit. Nichts zu lesen. Kaum ein Foto. Ruhe. Dabei gibt es gerade mit dem wunderbaren Babykerl so viel zu erzählen. Frl. Puppe als Mama. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie herrlich das zusammen passt und wie zufrieden ich derzeit bin. Wie dankbar, dass das kleine Babykerlfrühchen so gesund und munter ist. Das alles gut gegangen ist. Hier und da ist im Internet auch was über den Babykerl zu lesen. Kurze Einblicke. Nicht viel. Aber genug um zu erahnen, dass es uns gut geht, wie ich schon oft gehört habt. Ja, es geht uns ausgesprochen gut. Nur das Bloggen…das passt nicht so richtig. Ich möchte nicht über den Babykerl bloggen. Ich schreibe alles auf: sein erstes Lächeln, sein größter Pups…na Sie wissen schon. Sowas eben. Aber das schreibe ich für ihn auf. Für später. Zum Lesen. Nicht für das Internet. Bewusst nicht für das Internet. Diese Entscheidung habe ich für meinen Sohn getroffen!

2012 war gut zu mir. Gut zu uns. Frl. Puppe ist jetzt Familie.

Und 2013? Irgendwie geht es ja immer weiter. Auch im Internet. Gerade dort.

Wunsch

Wenn der Babykerl einen Wunsch frei hätte, wäre es wohl, dass beim Gähnen der verdammte Schnuller nicht aus dem Mund fällt.

Rumhängen.

Babyhängematte for President!
Ach was ist das schön.
Der Babykerl in seiner Hängematte.
Kuschelig mit Lammfell und Schlafsack liegt er rum und schläft.
Schläft sich dick und rund.
<3

Erstmalig.

Mit dem Babykerl gibt es eine Premiere nach der anderen. Für ihn und für mich. Das ist alles so aufregend, dass uns manchmal beiden die Augen zufallen, wenn wir rumhängen. Erster Tagesausflug. Erster mehrtägiger Großelternbesuch. Erste Spaziergang in der Trage. Erster Einkaufsbummel. Erste Verabredung im Kiezcafé. Erstes Kennenlernen der Nachbarkinder. Und all das immerhin noch wenige Tage vorm errechneten Termin. Der Frühstarter.

September.

September. Der Monat der Heimkehr. Schluss mit Krankenhaus. Schluss mit Neonatologie, Inkubator, Wärmebettchen und dem ganzen Zeug. Schluss mit dem ständigen Desinfizieren der Hände. Jetzt geht’s los mit unkontrollierten Babykuschelattacken, mit Stubenwagenrennen, mit all dem Quatsch, der bisher nicht funktionierte. Wir sind zu Hause. Der Babykerl ist angekommen.
Willkommen.

Neu.

Jetzt neu: Mama. Seit über zwei Wochen trage ich diesen neuen Namen und er gefällt mir überaus gut. Der kleine Herr Pupperich hätte noch ein paar Wochen im Bauch gehabt, hat sich aber zu früh auf den Weg gemacht. Warum das so war, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Jetzt ist er da und wird noch aufgepäppelt. Ihm fehlt noch ein bisschen Babyspeck, weil er es ja so eilig hatte. Lassen Sie sich gesagt sein: Er ist unfassbar wunderbar.

Allerhübschesten.

Das Baby beschwert sich, wenn ich sitze, laufe oder liege. Bleiben noch Kopf- und Handstand sowie Rolle vor- und rückwärts. Damit besteht allerdings die Gefahr, dass ich die Babyhöhle durcheinander bringe, in der offensichtlich mehrmals täglich neu dekoriert wird. Es ist ein bisschen wie im Puppenhaus, denn auch hier werden Möbel von A nach B geschoben, damit es das neue Familienmitglied so hübsch wie möglich hat. Ach was…am allerhübschesten. Entschuldigen Sie mich kurz, das Baby und ich müssen noch mal umräumen.

Joghurt.

Das ist heute ein bisschen aus dem Ruder geraten. Ja, ich wollte mal wieder Frozen Joghurt. Aber eigentlich nur eine kleine Portion mit Erdbeersoße. Soweit hat die Bestellung auch gut geklappt. “Einmal eine kleine Portion. Mit Erdbeersoße drauf.” Joghurtmadame bereitet alles zu. “Ach…das sind ja bunte Streusel!”, höre ich mich sagen. “Die bitte auch noch.” Äh okay…was ist denn jetzt los? Joghurtmadame schielt auf meinen Bauch und verteilt bunte Streusel auf den Becher. Und zwar nicht zu knapp. Ach…das ist doch eigentlich ganz hübsch. Und schon tönt es aus mir heraus: “Mh…Minimarshmallows…die bitte auch noch.” Na ganz dufte. Joghurtmadame lächelt verständnisvoll. Ich verlasse den Laden, setze mich auf eine Bank, schaue das Wunderwerk an und frage das Baby im Bauch, was es sich dabei gedacht hat, so eine wilde Bestellung aufzugeben. Anschließend inhaliere ich Joghurt-Erdbeersoße-Streusel-Marshmallow-Dings. Bald danach ist mir schlecht. Erstmal hinlegen. Damit das alles auch gut wirken kann. Baby, wir sprechen uns noch!

Urlauberei.

Dieses Schweden geht eigentlich immer. Also hat das Püppchen wieder den Koffer gepackt und ist in den Norden gereist. Zwei wunderbare Wochen mit Natur, Natur und Natur. Manchmal auch ein bisschen Kleinstadt. Aber nicht viel. Und Zimtschnecken, Erdbeer-Blaubeer-Apfel-Saft, Elchen, Midsommar. Jetzt wieder in Berlin. Sie kennen das ja: möph.